MOBBING

Mobbing ist in erster Linie als Psychoterror am Arbeitsplatz bekannt. Aber leider ist es mittlerweile auch an Schulen, in Familien und Vereinen zu beobachten.

Als Mobbing werden, negative, kommunikative und auch tätliche Handlungen bezeichnet, die oft sehr subtil, systematisch und zielgerichtet betrieben werden und sich in regelmäßigen und unregelmäßigen Zeitabständen wiederholen.

Mobbingaktionen werden wie folgt eingeordnet in:

  • Angriffe auf die Möglichkeit sich mitzuteilen

  • Angriffe auf die soziale Beziehung

  • Angriffe und Auswirkungen auf das soziale Ansehen

  • Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation

  • Angriffe auf die Gesundheit

 

Es gilt:

  • Je stärker die Mobbingaktionen ausgeprägt sind, desto stärker, dynamischer und nachhaltiger sind die individuellen und organisationalen Auswirkungen.

  • Mobbinghandlungen finden unbewusst, meistens jedoch sehr bewusst statt.

  • Mobbinghandlungen verletzen die persönliche Würde und zerstören die berufliche Basis

  • Mobbinghandlungen wirken sich negativ auf die Gesundheit und somit auf die Leistungsfähigkeit der Betroffenen aus.

 

Wodurch entsteht Mobbing?

  • Mobbing entsteht aus Ängsten und Unsicherheit

  • Mobbing entsteht aus mangelndem oder nicht vorhandenem Selbstbewusstsein

  • Mobbing entsteht aus Unfähigkeit sich zu artikulieren

  • Mobbing entsteht aus beruflicher Unfähigkeit, Unzulänglichkeiten und Nichtkönnen

  • Mobbing entsteht aus dem Kaschieren von Schwächen, Nichtkönnen und Fehlleistungen

 

Diese Eigenschaften gelten nicht für die Mobbingopfer!
Diese Eigenschaften beschreiben das Wesen und die Persönlichkeit des Mobbingtäters!

  • Mobber sind keine starken, selbstbewussten Menschen, die beruflich kompetent sind. Wenn das so wäre müssten sie nicht ständig zu zeitraubenden, hinterhältigen Mitteln greifen, um sich zu profilieren oder zu positionieren.

  • Mobber sind schwache, unsichere Menschen mit großen beruflichen und persönlichen Defiziten, die ständig damit beschäftigt sind, ihre eigenen Schwächen und Unfähigkeiten zu verbergen – und das funktioniert (bisher) am besten, wenn sie von sich ablenken und auf vermeintlichen Fehlern, Schwächen und Unfähigkeiten von Anderen »herumreiten«.

  • Mobber sind Nichtskönner, die ständig ihr nicht vorhandenes Wissen verschleiern müssen.

 

Dies zu wissen gibt Ihnen als Betroffene/r einen gewissen Vorsprung, den es im Kampf gegen Mobbing auszubauen gilt.

 

Den Vorsprung ausbauen -

  • heißt nicht, dass Sie den Mobber verstehen müssen

  • heißt nicht, dass Sie dem Mobber helfen müssen

  • heißt nicht, dass Sie alles klaglos über sich ergehen lassen müssen
     

Den Vorsprung ausbauen -
 

  • heißt, dass Sie sich gegen Mobbing wehren können und müssen

  • Lernen Sie erkennen und verstehen warum Sie gemobbt werden

  • Lernen Sie sich aus dem "Schussfeld" zu nehmen

  • Lernen Sie Ihre Grenzen zu ziehen und zu verteidigen

  • Lernen Sie Ihr Selbstbewusstsein (wieder) zu stärken

  • Lernen Sie sich (endlich) strategisch gegen Mobbing zu wehren
     

Die 6 wichtigsten Grundlagen für Ihre professionelle Anti-Mobbing-Beratung:

  1. Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch!

  2. Notieren Sie ganz genau – mit Datum und Uhrzeit – von WEM, WANN und WIE Sie gemobbt werden!

  3. Notieren Sie auch, wenn nichts passiert, d. h. wenn der Mobber Urlaub hat oder krank ist.

  4. WICHTIG! Bewahren Sie Ihr Mobbing-Tagebuch nicht dort auf wo der Mobber es finden kann!

  5. "Doktern" Sie nicht alleine an Ihrer Mobbing-Situation herum – Mobbing hört nicht von selbst auf!

  6. Lassen Sie sich durch professionelle Hilfe unterstützen und stärken!
     

Gemobbt zu werden ist keine Schande. Es kann jedem passieren!

Lassen Sie sich nicht verunsichern von Bemerkungen wie:
"... wer gemobbt wird ist selber schuld..." oder
"... da muss man eben durch ..."

Solche Aussagen sind schlichtweg falsch!

Sie müssen Mobbing nicht über sich ergehen lassen.
Sie dürfen Mobbing nicht über sich ergehen lassen.
Sie können etwas gegen Mobbing tun.

Mit professioneller Hilfe gegen Mobbing:

  • Aufklärung: Was mit Ihnen passieren kann, wenn Sie gemobbt werden.

  • Vorsorge: Wie Sie sich nachhaltig vor Mobbing schützen können.

  • Krisenintervention: Welche konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen Sie ergreifen können.

  • Anti-Mobbing-Strategien: Wie Sie sich als Betroffene/r richtig verhalten. Kennen und anwenden lernen der Do's (was Sie tun müssen) und Dont's (was Sie nicht tun sollten).

  • Betreuung: Wegbegleitung aus Ihrer Mobbing-Krise